Mobile Tierheilpraktikerin
Sabine Nusser

Vorsorge & News

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Kann ich Kurkuma und Weihrauch auch bei meinem Hund anwenden?


Kurkuma aus der Familie der Ingwergewächse wird auch chinesische Wurzel oder gelber Ingwer genannt.
Er ist Bestandteil des indischen Gewürzcurrys und ist schon seit Tausenden von Jahren Bestandteil der traditionellen, asiatischen und indischen Medizin.
Wie kann der Kurkuma die Entzündungskaskade unterbrechen?
In tierischen Lebensmitteln ist Arachidonsäure enthalten. Diese Säure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren. Stehen im Körper nicht genügend Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung, können Entzündungen entstehen.
Der hohe Anteil an Arachidonsäure fördert die Entstehung von Schmerz und Entzündungsmediatoren wie Prostaglandin und Leukotriene. Hier setzt die Wirkungsweise von Kurkuma und Weihrauch an. Es blockiert das Enzym Lipoxygenase und Cyclooxygenase, sodass die Entstehung von Entzündungsstoffen blockiert werden kann.
Kurkuma kann unterstützend wirken bei:
Allergischen Erkrankungen
Darmerkrankungen IBD
Gelenkerkrankungen: Arthrose, Polyarthritis, Lyme-Arthritis
Erkrankungen Bauchspeicheldrüse und Leber.u.v.m.
Die Bioverfügbarkeit kann durch schwarzen Pfeffer ( Piperin) gesteigert werden.
Der Weihrauch hat eine ähnliche Wirkung wie Kurkuma. Die enthaltenen Boswelliasäuren , haben eine Cortison-ähnliche Wirkung. Und können bei Hunden mit Gelenkschmerzen, chronischen Darmentzündungen ( IBD) eine wertvolle Unterstützung sein.


Haben Sie fragen zu Weihrauch und Kurkuma, dann können Sie mich gerne kontaktieren.








Vitalpilze bei Magen und Darmbeschwerden


Bei Gastritis, Durchfall und dem Aufbau vom Darmmikrobiom können Vitalpilze hilfreich sein.
Da Durchfall und Erbrechen nur ein Symptom sind, sollten bei längeren Beschwerden das Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.
Es können andere Erkrankungen dahinterstecken wie z. B. : Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Niereninsuffizienz, IBD, Giardien oder Wurmbefall.


Hier eine kleine Auswahl von Vitalpilzen und ihre Wirkung


Hericium : Magenschleimhautentzündung, Aufbau Darmmikrobiom und positive Wirkung auf alle Nervenzellen:
Der wichtigste Vitalpilz für den Magen ist der Hericium. Dieser Pilz kann angegriffene Schleimhäute im Magen-Darm-Bereich wieder aufbauen.

Er kann unterstützend bei Sodbrennen, Reizdarmsyndrom und bei Verdauungsstörungen eingesetzt werden. Bei Hunden, die zu Regurgitation neigen, kann die Beigabe des Pilzes zum Futter eine Besserung der Symptome bewirken.
Außerdem kann er bei gestressten Tieren das psychovegetative  Nervensystem unterstützen. Oft zeigen Hunde und Katzen Magen-Darm-Beschwerden nach belastenden Situationen. Hier können Reishi und Cordyceps zusätzlich als Stressadaptogen verabreicht werden.


Pleurotus : Bakterielle Infektion, chronische Darmentzündung, Durchfall, Magengeschwür


Der Pleurotus und seine Polysaccaride besitzen eine entzündungshemmende und Prostaglandin senkende Wirkung. Er wirkt Antibakteriell und gegen Pilzinfektion (Candida albicans ).
Auffallend ist sein hoher Gehalt an B-Vitaminen. Bei Tieren mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen kommt es leicht zu einer Unterversorgung von diesem Vitalstoff.
Durch seine antioxidative Wirkung bewirkt Pleurotus die Bildung von freien Radikalen entgegen. Diese Funktion kann sich bei chronischen Magen-Darm-Entzündungen positiv auswirken.


Coriolos : Durchfall


Dieser Vitalpilz wirkt antimikrobiell und immunstärkend. Als erste Maßnahme beim Befall von Bakterien und Parasitenbefall.
Bei überschießenden Reaktionen des Immunsystems wirkt der Pilz ausgleichend und antiinflammatorisch (z.B IBD )


Haben Sie fragen zu Vitalpilzen und der Dosierung, dann können Sie mich gerne kontaktieren.


Warum brauche ich eine BARF oder Kochplan?


Ein kleines Beispiel am Calcium, Phosphor und Vitamin D Bedarf.


Anders als der Wolf, der sein Beutetier mit Fleisch, Knochen, Fell und Blut verspeist hat, kann es beim Barfen zu dem sogenannten „Barferloch“ kommen. Dem Tier fehlt es an Mineralien und Spurenelementen.
Beim Kochen gehen durch den Garvorgang wertvolle wasserlösliche B-Vitamine verloren.
Der Hund hat außerdem einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen.
Hier eine Aufstellung vom Tagesbedarf Erwachsener mit 70 Kilo und Hund mit 40 Kilo:


Innerhalb der Zellen ist Calcium entscheidend an der Erregung von Muskeln und Nerven, dem Glykogen-Stoffwechsel, der Zellteilung sowie an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt.
Auch für den Knochenstoffwechsel und für gesunde Zähne ist Calcium essentiell. Bei einem Bedarf von 2 g am Tag kann die Zufuhr von Calcium nicht mit Milchprodukten erreicht werden. Soll der Hund keine Knochen oder Hühnerhälse kauen kann Knochenmehl, Calciumcitrat oder Eierschalen zugefüttert werden. Außerdem sollte das Calcium im richtigen Verhältnis zum Phosphor stehen. Das Calcium kann nur mit Vitamin D in den Knochen eingebaut werden. Dieses Fettlösliche Vitamin wird über die Haut aufgenommen. Bei unseren Fellnasen kann über das Fell aber dieses Vitamin nur in geringen Mengen aufgenommen werden. Hier sollte Fisch oder Dorschlebertran zugefüttert werden. 

Das ist nur ein kleiner Auszug an den Bedarfszahlen von Hunden. In meiner Futterberatung fertige BARF und Kochpläne mittels einer speziellen Software an. Es werden für jedes Tier die individuellen Bedarfszahlen ermittelt. Sodass es zu keiner Unter- oder Überversorgung kommen kann.


Haben Sie Fragen zum Ernährungsplan, dann können Sie mich gerne kontaktieren.




Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Die Heilpflanze enthält: Bitterstoffe (Taraxin), Flavonoide, Vitamin C, Inulin, Mineralstoffe u.a. Kalzium und Kalium, im Milchsaft Cerylalkohol.
Auch bei unseren Haustieren kann eine unterstützende Gabe von Löwenzahn hilfreich sein.
Die Pflanze regt durch ihre Bitterstoffe mild den Gallenfluss an und kann die Aktivität von Leber und Niere erhöhen. Durch die wertvollen Inhaltsstoffe wird die Fettverdauung positiv unterstützt.
Über die Organe Leber und Niere wird eine sanfte Entgiftung eingeleitet. Hat Ihr Tier einen schlechten Appetit oder Hautprobleme, kann der Löwenzahn hier Abhilfe verschaffen.

Haben Sie Fragen zur Verdauung, dann können Sie mich gerne kontaktieren.



Wie merke ich, dass mein Hund Sodbrennen hat?

- Bauchschmerzen, der Hund hat einen gekrümmten Rücken
- Häufiges gähnen
- Erhöhter Durst
- Häufiges Fressen von Gras
- Husten
- Wiederholter Schluckauf
- Schluckbeschwerden
- Übermäßiges Schlecken, Schmatzen und Speicheln
- Bauchgeräusche
- Erbrechen am Morgen

Haben Sie Fragen zum Thema Sodbrennen, dann können Sie mich gerne kontaktieren.




Ist Trockenfutter bedarfsdeckend für unsere Fellnasen?


In meiner Beratung zum Thema Trockenfutter höre ich immer wieder:  Aber mein Hund oder meine Katze bekommt doch schon das beste Trockenfutter von ……
Natürlich will jeder Tierbesitzer das Beste für sein Haustier. Deshalb hier ein paar Informationen zum Thema Trockenfutter: Wie wird es eigentlich hergestellt und kann ich mein Tier damit bedarfsgerecht ernähren?
Trockenfutter wird in den meisten Fällen durch das Extrusionsverfahren hergestellt. Bei diesem Herstellungsprozess werden die einzelnen Futterkomponenten getrocknet, gemahlen und geknetet. Mit 120 C wird das Futter unter hohem Druck und Wasserdampf in seine Form gepresst. Durch die hohe Temperatur gehen Vitamine und Mineralstoffe verloren, die im Anschluss wieder auf das Futter aufgesprüht werden. Damit das Futter nicht verdirbt und ranzig wird, braucht es Konservierungsstoffe und Lockstoffe, damit es für den Hund überhaupt schmackhaft ist.  Kohlehydrate verhindern, dass die Krokette bröselig wird. Das ist für manche Hunde noch kein Problem, da Sie diese verdauen können; anders sieht es leider bei der Katze aus. Katzen können Stärke nur schlecht verdauen, da ihnen ein bestimmtes Enzym fehlt.
Vitamine und Mineralstoffe sind oft viel zu hoch enthalten, da das Futter 2 Jahre haltbar ist, die Vitalstoffe mit der Lagerung aber abnehmen. Aber auch wenn ein Futter als Alleinfutter deklariert wird, ist es nicht unbedingt bedarfsdeckend. Die Bioverfügbarkeit von industriell erzeugtem Futter ist im Vergleich zu frischer Kost um ein Vielfaches schlechter.
Sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme und probiotische Bakterien, die die Aufnahme der Vitamine und Mineralstoffe überhaupt erst ermöglichen, sind durch den Herstellungsgang verloren gegangen.
Eine frische und artgerechte Ernährung sieht anders aus oder essen Sie jeden Tag Burger und Pizza und im Anschluss eine Vitaminpille?
Wollen Sie  Abwechslung in den Napf bringen, dann werten Sie das Futter mit  frischen Zutaten wie z. B. gekochtes Fleisch, Eier, Gemüse und Obst auf.


Haben Sie Fragen zur artgerechten Ernährung, können Sie mich gerne kontaktieren.


Gestörtes Darm Mikrobiom, mehr Zecken?


Unsere Hunde und Katzen werden eiweißreich ernährt (Fleisch) .
Diese Proteine (Eiweiße) werden erst im Magen und von den Enzymen der Bauchspeicheldrüse im Dünndarm vorverdaut. Deshalb kann eine Verdauungsstörung von Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber das Mikrobiom im Darm verändern.
Die restliche Arbeit übernimmt der Dickdarm. Im Darm gibt es eine Vielzahl an verschiedenen „guten“ Bakterien.
Wenn die Darmflora aus bestimmten Gründen wie z. B. nach Einnahme von Antibiotika, schlechter Ernährung oder Stress im Ungleichgewicht ist, kann es zu Verschiebungen im Darm kommen. Das heißt, es gibt wenig Eiweißverwertende Bakterien. Werden Eiweiße im Darm nicht richtig verdaut, verfaulen sie im Dickdarm und vergären zu Ammoniak.
Die Zecken orientieren sich über ihr „Hallersches“Organ. Damit können sie Gerüche wahrnehmen wie Ammoniak, Buttersäure und Kohlenmonoxid.
Es kann zu einem vermehrten Zeckenbefall kommen. Deshalb ist es sinnvoll, neben einer Zeckenpropylaxe auch den Darm zu unterstützen.


Sollten Sie Fragen zum Aufbau des Darmmikrobioms haben, dann können Sie mich gerne kontaktieren.




Warum eine Entgiftung wichtig ist.


Auch bei unseren Fellnasen wird über die Organe Leber, Niere, Darm und Haut täglich entgiftet.

Bestimmte Faktoren können das Fass zum Überlaufen bringen:

- Impfungen
- Umweltbelastungen
- Schlechte Ernährung
- Stress
- Zu wenig Schlaf
- Genetische Belastung
- Chemische Zeckenprophylaxe
- Wurmkuren
- Medikamente
- Allergien
- Schwermetallbelastung
- Schmerzen
Diese Faktoren können den Organismus beeinträchtigen und zu Krankheiten führen.
Deshalb ist es wichtig, die Entgiftungsorgane zu unterstützen.

Haben Sie Fragen dazu???



Warum die Dentalhygiene beim Hund wichtig ist.


Soll ich bei meinem Hund die Zähne putzen?


Bei manchen Hunden ist das durchaus sinnvoll. Um das verständlich zu machen, hier ein kleiner Ausflug in die Anatomie des Tiergebisses.
Der Hund hat 42 Zähne: 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer.
Die Form ist ein Scherengebiss, das heißt, dass sich bei einem Hund, der eine normale Kopfform (mesozephal) hat, die Zähne durch das Kauen reinigen können.


 Anders sieht es leider bei den kurzköpfigen Rassen aus. Sie haben die gleiche Anzahl an Zähnen, in einem zu kleinen Maul.


Hund mit kurzer Schädelform

Hund mit normaler Schädelform

Boxer real
Schäferkopf 1 Kopie
Boxerschädelf 2 Kopie

 

© Arbeitsbuch Hundeanatomie - Eine Lernhilfe für Studenten der Tiermedizin und verwandter Berufe Andrew Gardiner (Hrsg.) & Maggie Raynor, erschienen im Kynos Verlag,                                                         4. Auflage 2019,   S. 20

 

Schäferkopf real
Schäferkopf 1
Schäferkopf 2
© Arbeitsbuch Hundeanatomie - Eine Lernhilfe für Studenten der Tiermedizin und verwandter Berufe Andrew Gardiner (Hrsg.) & Maggie Raynor, erschienen im Kynos Verlag,                                                                               4. Auflage 2019,   S. 20


Hier kann das Gebiss oft durch Fehlstellungen nicht ineinander greifen. Durch die Futterreste können sich Plaques entwickeln. Das führt wiederum zum Zahnstein. Außerdem sind manche Hunde auch"kaufaul".
Es bilden sich Bakterien und es entstehen Zahnfleischtaschen. Diese Bakterien können weiter in die Zahnwurzel wandern und den Zahnhalteapparat (Sharpey- Fasern) regelrecht auflösen.
Das Ergebnis ist, die Zähne werden locker und fallen aus. Ist eine Parodontose bereits vorhanden, ist diese nicht mehr rückgängig zu machen.
Auch ist zu bedenken, dass solche Entzündungsherde auf Organe wie: Leber, Herz, Niere und Lunge streuen können.
Deshalb ist es wichtig, dass wir regelmäßig die Zähne unserer Fellnasen kontrollieren und putzen.
Ist der Zahnstein bereits entstanden, hilft nur noch eine Zahnsteinentfernung vom Tierarzt. Diese wird unter Narkose durchgeführt, da hier auch die Zahnfleischtaschen kontrolliert werden können und Röntgenbilder angefertigt werden.


Haben Sie Fragen zur Dentalhygiene und zur Ausleitung der Narkosemittel, können Sie mich gerne kontaktieren.



Abschlussprüfung

Nach 3-jähriger Ausbildung, Abschlussprüfung am 01.09.2023, mit Auszeichnung bestanden.